Die Brustrekonstruktion nach onkologischer Behandlung ist ein chirurgischer Eingriff, der darauf abzielt, das Erscheinungsbild der Brust nach einer Mastektomie (Brustentfernung aufgrund von Krebs) wiederherzustellen. Dieser Eingriff hat nicht nur einen bedeutenden Einfluss auf das ästhetische Erscheinungsbild, sondern auch auf das psychische Wohlbefinden der Patientin. In der Premier Clinic bieten wir ein breites Spektrum moderner Brustrekonstruktionsmethoden an, die auf die individuellen Bedürfnisse jeder Patientin zugeschnitten sind, mit dem Ziel, das bestmögliche ästhetische und funktionelle Ergebnis zu erreichen.
Warum eine Brustrekonstruktion wählen?
Nach erfolgreicher Brustkrebsbehandlung stehen viele Frauen vor emotionalen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Verlust der Brust. Eine Brustrekonstruktion kann nicht nur die Form und das Volumen der Brust wiederherstellen, sondern auch das innere Gefühl von Ganzheit und Selbstvertrauen. Die Wahl der geeignetsten Methode hängt vom Gesundheitszustand der Patientin, der Art der onkologischen Behandlung und ihren ästhetischen Präferenzen ab.
Möglichkeiten der Brustrekonstruktion
Die Brustrekonstruktion ist sehr individuell und es gibt mehrere Möglichkeiten, diesen Prozess durchzuführen:
1. Sofortige Brustrekonstruktion
Die sofortige Brustrekonstruktion wird gleichzeitig mit der Mastektomie durchgeführt. Dieser Eingriff kann den psychischen Zustand der Patientin deutlich verbessern, da die Zeit ohne Brust minimiert wird. Die Rekonstruktion kann entweder mit einem Silikonimplantat oder mit körpereigenem Gewebe durchgeführt werden.
2. Verzögerte Brustrekonstruktion
Die verzögerte Rekonstruktion wird erst nach einer gewissen Zeit nach der Mastektomie durchgeführt, üblicherweise 12-24 Monate, wenn die Patientin stabilisiert und für einen weiteren chirurgischen Eingriff bereit ist. Diese Methode ist für Patientinnen geeignet, die sich einer weiteren Behandlung wie Chemotherapie oder Strahlentherapie unterziehen müssen.
3. Brustrekonstruktion mit Implantat
Bei der Verwendung eines Silikonimplantats wird die Brust mit künstlichem Material rekonstruiert. Diese Methode ist schnell, effektiv und relativ üblich. Silikonimplantate können ein gutes ästhetisches Ergebnis bieten und sind langlebig.
4. Brustrekonstruktion mit Eigengewebe
Wenn die Patientin eine natürlichere Lösung bevorzugt, kann eigenes Gewebe, zum Beispiel vom Bauch, Gesäß oder Rücken verwendet werden. Dieses Verfahren ist aufwendiger, aber das Ergebnis ist natürlicher und langanhaltender.
5. Kombinierte Methode
In einigen Fällen kann die Verwendung von Implantaten und Eigengewebe kombiniert werden, um ein optimales ästhetisches Ergebnis zu erzielen.
Wie verläuft die Rekonvaleszenz?
Die Brustrekonstruktion ist ein anspruchsvoller chirurgischer Eingriff, und die Rekonvaleszenzzeit hängt von der Art der Operation, dem Umfang des Eingriffs und dem Gesundheitszustand der Patientin ab. Nach der Operation wird die Patientin überwacht und es folgt eine mehrwöchige bis mehrmonatige Erholungsphase.
- Sofortige Rekonstruktion: Bei der sofortigen Rekonstruktion erfolgen Mastektomie und Rekonstruktion gleichzeitig, was eine längere Erholungszeit bedeutet. Normalerweise dauert dies 2-4 Wochen, abhängig vom Umfang der Operation.
- Verzögerte Rekonstruktion: Bei der verzögerten Rekonstruktion ist die Erholungszeit in der Regel kürzer, da die Patientin bereits eine Mastektomie hatte und stabilisiert ist. Die Rekonvaleszenzzeit kann 1-2 Monate betragen, abhängig von der verwendeten Methode.
Wie können Komplikationen vermieden werden?
Die Brustrekonstruktion ist ein komplexer chirurgischer Eingriff, und obwohl Komplikationen selten sind, ist es wichtig, ein gewisses Risiko zu berücksichtigen. Für die Minimierung von Komplikationen ist die Wahl einer qualifizierten Klinik und eines erfahrenen Chirurgen, der die richtige Operationstechnik wählt, entscheidend. Zu den Faktoren, die das Operationsergebnis beeinflussen können, gehören:
- Gesundheitszustand der Patientin: Adipositas, Diabetes, Rauchen oder andere kardiovaskuläre oder endokrinologische Probleme können das Komplikationsrisiko erhöhen.
- Verwendung von Implantaten: Eine Kapselfibrose, also die Bildung einer festen Kapsel um das Implantat, kann bei einigen Patientinnen auftreten.
- Infektionen und Entzündungen: Sorgfältige postoperative Pflege und regelmäßige ärztliche Überwachung helfen, das Infektionsrisiko zu minimieren.
- Komplikationen bei der Verwendung lokaler Lappen und Implantate: In einigen Fällen kann es zu einer Lappennekrose kommen, die eine zweite Operation erfordert.
Kurzinformationen
- Sofortige Rekonstruktion - wird gleichzeitig mit der Tumorentfernung (Mastektomie) durchgeführt.
- Verzögerte Rekonstruktion - wird 12, 24 oder mehr Monate nach der Entfernung der Brust oder eines Teils davon durchgeführt.
- Verwendete Materialien - für die Rekonstruktion kann eigenes Gewebe (z.B. vom Bauch, Gesäß) oder ein Silikonimplantat verwendet werden.
- Rekonstruktion von Brustwarze und Warzenhof - wird in der Regel erst 3 Monate nach der grundlegenden Rekonstruktion durchgeführt.
- Nachsorge - ein elastischer BH muss 3 Wochen lang getragen werden. Volle körperliche Belastung ist nach 2 Monaten erlaubt.
Kostenübernahme
Die Brustrekonstruktionsoperation wird in unserer Klinik nicht von der Krankenversicherung übernommen - wir arbeiten nicht mit Krankenkassen zusammen.